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Kottsieper - Der Geflügelhof
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Die Vielfalt der Hühnerrassen

Auf Bauernhöfen stolzieren sie oft über den Hof, braun, weiß oder schwarz gefiederte Hühner, manchmal auch bunt gesprenkelt. Auch wenn sie sich optisch ähnlich sehen, so gehören die Hühner doch unterschiedlichen Rassen an. Wie groß die Vielfalt der Hühnerrassen ist, kann man insbesondere auf Rassegeflügelschauen erfahren. Hier findet man Hühner in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Größen. Manche schauen zudem recht kurios aus, weil sie zum Beispiel auch an den Beinen gefiedert sind oder besonders buschige Federn im Kopfbereich vorweisen.

Aus diesen vielen verschiedenen Rassen wurden die heutigen Legehennenhybriden gezüchtet, die in der Regel selbst nicht als eigenständige Rasse bezeichnet werden. Bei ihrer Züchtung wird insbesondere auf eine robuste Gesundheit und hohe Legeleistung geachtet.

Die Hybriden selbst können diese hohe Leistung jedoch nicht weiter vererben. Würde man sie zur Weiterzucht einsetzen, ginge die Leistungsüberlegenheit wieder verloren. Dabei bezeichnet man die weißen Hühner als „leichte“ und die braunen als „mittelschwere braune“ Legehybriden. Die weißen Legehybriden gehen auf die Rasse Leghorn zurück, die braunen auf New-Hampshire-Hühner.

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Hätten Sie´s gewusst?

  • Irrtümlich glauben übrigens viele, dass sich die Eierfarbe (braun oder weiß) nach dem Gefieder der Hühner richtet. Dem ist jedoch nicht so. Tatsächlich entscheidet die Farbe der Ohrläppchen bei den Hühnern die Farbe der Eier.
  • Der Name der Rasse Leghorn geht zurück auf die italienische Stadt Livorno – englisch „Leghorn“ genannt. Es wurde in Amerika aus weißen, italienischen Landhühnern herausgezüchtet. Von dort kam die Rasse um 1870 nach Europa zurück. Sie ist die Stammform der Legehybriden und legt das ganze Jahr über viele Eier. Zudem sind die Tiere gute Futterverwerter und sehr frühreif. Das Leghorn hat ein reinweißes Federkleid, auch die Eier sind weiß. Die Henne wiegt etwa 1,7 bis 2 Kilogramm und legt im Jahr rund 240-280 Eier mit einem Gewicht von 50 bis 60 Gramm pro Stück.
  • Der „Westfälische Totleger“ ist eine alte Hühnerrasse, die als sehr widerstandfähig gilt. Sie ist auf Rasse „Türkische Hühner“ zurückzuführen, deren Name bereits um 1600 erstmals auftauchte. Ihre Legeleistung lag bereits früh zwischen 180 und 220 Eiern im Jahr. Das führte zu der Vermutung, dass diese Hühner sich „zu Tode legen“. Heute gehören die Westfälischen Totleger zwar nicht mehr zu den bedrohten Hühnerrassen, die Rasse fällt aber in die Kategorie „zur Bestandsbeobachtung“. Nur noch etwa 1000 Tiere dieser Rasse gibt es in Deutschland.
  • Wenn ein Huhn in der letzten Stunde der Eierproduktion, wo die Härtung der Schale von statten geht, zum Beispiel durch eine Störung in Unruhe gerät, kann es passieren, dass das Ei später statt der gewohnten glatten Oberfläche eine geriffelte Schale vorweist. Diese Eier nennt man daher auch „Schreckeier“. Schmecken tun sie aber genauso gut wie alle anderen!
  • Das haben Sie sicher auch schon mal erlebt: Sie schlagen ein Ei auf und erblicken gleich zwei Dotter. Hierbei handelt es sich aber nicht, wie von manchen vermutet, um eineiige Zwillinge, sondern um zweieiige Zwillinge. Denn die Eizelle besteht aus dem Dotter und dem Zellkern. Hier sind nun zwei Dotter in den Trichter gerutscht und anschließend vom Eiweiß umschlossen worden.
  • "Windeier" haben nichts mit Wind zu tun, sondern besitzen einfach ganz dünne Schalen und gehen leicht kaputt. Bei solchen Eiern ist die Kalkproduktion gestört. Dies kann an der Fütterung liegen oder an einer Funktionsstörung der Kalkdrüsen bei den Hühnern. Gerne bezeichnet man auch im Spaß Freunde und Bekannte als „Windeier“ und meint damit Leute, die „heiße Luft“ versprühen und nichts dahinter ist.
  • Das weltgrößte Osterei befindet sich in Betzdorf. Es hat eine Höhe von 9,27 m und einen Durchmesser von 5,71 m und steht damit im berühmten Buch „Guiness World of Records“.